Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

La roue La roue
  • 6.10.2013
    die naTo

La roue

Erfindung des Raums

Frankreich 1923, OmeZT, Stummfilm, 270 min, Regie: Abel Gance
mit Séverin-Mars, Ivy Close, Gabriel de Gravone, Pierre Magnier, Max Maxudian
Format:35mm

Das Rad des Lebens
»Ich suchte nach einem äußerst melodramatischen Motiv und zugleich ewigen Thema, daß einer fürs Kino gemachten Welt gerecht würde, einer Welt der Lokomotiven, der Schienen, Signale, des Rauchs ... Und als Kontrast, eine Welt von Schnee, der Berggipfel, der Einöde; eine Symphonie in Weiß folgt auf eine Symphonie in Schwarz. Ich wollte die umwälzende Kraft der Emotionen und Maschinen in einem Tempo vereinen, eine so gewaltig wie die andere, gleichbedeutend in ihrer Tragweite, um die Allgegenwärtigkeit dieser Rythmen und Takte des Herzschlags und des Maschinenstampfens zu zeigen.«
(Abel Gance, »Prisme«, 1930)
Für Gance war das Kino der Pantheon der Künste und in Kameramann Léonce-Henri Burel fand er einen Partner, der (als einer der innovativsten seiner Gilde) diesen Anspruch in einzigartige Bilder umzusetzen vermochte. Die Grenzen dessen, was in LA ROUE Film und was Wirklichkeit ist, sind fließend, nicht nur, weil die gesamte Crew über die 1 1/2 Jahre währende Drehzeit intensiv eingebunden war. Das Drama um den Eisenbahner Sisif, seinen Sohn Elie und die von beiden geliebte Norma entstand ausschließlich an Originalschauplätzen. Auch die Innenaufnahmen wurden ohne Rückprojektion in einem Set gedreht, das direkt zwischen den Schienen und im regulären Zugverkehr aufgebaut wurde.
Mit seiner innovativen Gestaltung und Montagetechnik gilt LA ROUE als ein Meilenstein der Filmgeschichte, der viele große Filmregisseure beeinflusst hat, von Sergej Eisenstein bis Georg Wilhelm Pabst und Akira Kurosawa.

Die Vorführung von LA ROUE bildet die Auftaktveranstaltung der bis Dezember 2013 laufenden Reihe Erfindung des Raums.

Die Cinémathèque zeigt den Film im französischen Original mit englischen Untertiteln und einer Livebegleitung am Piano von Richard Siedhoff. Der Film wird in zwei Teilen mit einer Pause gezeigt. Einführung: Sven Wörner.

Eintritt: 8 €, 6€50, 3 €


Weitere Informationen zu La roue

Lief zuletzt im Oktober 2013