Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

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Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 5.09.2003
    die naTo
  • 7.09.2003
    die naTo
  • 9.09.2003
    die naTo
  • 10.09.2003
    die naTo

African BluesJe chanterai pour toi

Leipzig-Premiere

Frankreich 2002, OmU, 76 min, Regie: Dok, Jacques Sarasin
mit Ali Farka Touré, Ballaké Sissoko, Boubacar Traouré

Boubacar Traouré ist wieder ein Star. In den 60er Jahren lauschten die Menschen in Mali jeden Morgen seiner melancholischen Stimme im Radio. Er sang von der Unabhängigkeit seines Landes und ermutigte seine Landsleute zurückzukehren, um die Heimat wiederaufzubauen. "KarKar" nannten sie ihn, "schwarze Jacke", und jeder Malinese seiner Generation erinnert sich daran, zu seinen Hits "Mali Twist" und "Kayes Bar" getanzt zu haben. Mit dem frühen Tod seiner geliebten Frau Pierrette änderten sich sein Leben und seine Musik. Der "afrikanische Elvis" erfand für sich in sehr persönlichen Liedern den African Blues, trat aber nicht mehr öffentlich auf, verdiente als Kleinhändler und Bauarbeiter mühsam seinen Lebensunterhalt. Bis ein begeisterter Musikproduzent den fast verschollenen Künstler aufspürte und zurück in die Öffentlichkeit brachte. Mit Konzerten und neuen Aufnahmen ist der wiederentdeckte Boubacar Traouré jetzt populärer als je zuvor. Für seine treuen Fans ist er ohnehin nie fort gewesen.
Regisseur Jacques Sarasin hat Boubacar Traouré auf seinen Reisen durch Mali begleitet und läßt Freunden und prominente Musikerkollegen wie Ali Farka Touré zu Wort kommen. Das filmische Porträt dieses engagierten Künstlers gibt zugleich auch Einblicke in die spannungsreiche politische Entwicklung Afrikas seit der Befreiung vom Kolonialismus und beeindruckt durch intensive Bilder von Landschaft und Menschen in Mali. Im Mittelpunkt aber steht die unverwechselbare, melancholisch-leidenschaftliche Musik von Boubacar Traouré, nach der man süchtig werden kann.

Lief zuletzt im September 2003