Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Letters to the President Letters to the President
  • Di 22.09. 20:00
    die naTo
  • Mi 23.09. 20:00
    die naTo

Letters to the President

Iran 1388 – Filmprogramme / Dialoge

Iran/Kanada 2009, OmU, Dok, 74 min, Regie: Petr Lom

Zehn Millionen Briefe haben die Iraner laut offiziellen Angaben an ihren Präsidenten Ahmadinejad seit des-sen Amtsantritt 2005 geschrieben – oft in der verzweifelten Hoffnung, Gehör zu finden. Eine Hoffnung, die Ahmadinejad mit seinen Reden und Versprechungen immer neu schürt. Und jeder kennt jemanden, dessen Brief in dem eigens dafür eingerichteten Zentrum gelesen, geprüft, schließlich beantwortet wurde. Der Film hört allen zu: Denen, die sich in einem Satz gleich selbst widersprechen. Denen, die aus Angst mit vielen Worten nichts sagen. Denen, die offene Kritik an Misswirtschaft, Regime und Kleidervorschriften üben. Regisseur Petr Lom, dem es als einzigem Ausländer gestattet war, den Präsidenten auf einigen Reisen in die iranische Provinz zu begleiten, entwickelt die Momentaufnahme eines Landes, in dem sich die Men-schen Sorgen machen: über die Lebensmittelpreise, die Amerikaner, die Stromversorgung, den Weg ins Paradies. LETTERS TO THE PRESIDENT demonstriert, wie schwierig es ist, ein abschließendes Urteil über die Politik eines Landes zu fällen, in dem Pragmatismus, religiöse Praxis, politische Strategie und gezielte Manipulation Teil desselben Systems sind.

Filmgespräch mit dem Regisseur am 22.9., Moderation: Amin Farzanefar, Köln
Petr Lom, 1968 in Prag geboren, wuchs in Kanada auf und schloss sein Studium 1997 mit einer Promotion im Fach Politische Theorie an der Harvard University ab. Nach siebenjähriger Lehrtätigkeit entschloss er sich, als Dokumentarfilmregisseur zu arbeiten. Der Autodidakt führt nicht nur Regie, sondern produziert und schneidet seine Filme auch selbst.
Amin Farzanefar ist Islamwissenschaftler und Filmkritiker. Er ist Autor des Buches »Kino des Orients – Stimmen aus einer Region«, das 2005 im Schüren Verlag erschienen ist. Er hat das Filmfestival »Der lachende Orient« im April 2009 in Köln kuratiert.

Vorführung in in Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich Böll Stiftung Sachsen.

Lief zuletzt im September 2009