Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 8.07.2004
    die naTo
  • 9.07.2004
    die naTo
  • 10.07.2004
    die naTo
  • 11.07.2004
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  • 12.07.2004
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  • 13.07.2004
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  • 14.07.2004
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Abouna - Der VaterAbouna

Leipzig-Premiere

Frankreich/Tschad 2002, OmU, 85 min, Regie: Mahamat Saleh Haroun
mit Ahidjo Mahamat Moussa, Hamza Moctar Aguid

Der 17jährige Tahir und sein jüngerer Bruder Amin leben in Ndjamena, der Hauptstadt des Tschad. Eines Tages verschwindet ihr Vater auf geheimnisvolle Weise. Die Brüder schwänzen tagelang die Schule, durchsuchen die ganze Stadt, finden von ihm jedoch keine Spur. Doch eines Abends im Kino glauben sie, in einer kurzen Szene sein Gesicht auf der Leinwand wiederzuerkennen. Spontan klauen sie die Filmrolle aus dem Kino, werden dabei erwischt und der Polizei übergeben. Ihre überforderte Mutter, die mit der ganzen Situation nicht mehr klarkommt, schickt ihre Söhne in ein abgelegenes Dorf. In einer strengen Koranschule sollen sie wieder zur Ordnung erzogen werden. Eines Tages erhalten die beiden Brüder durch ihren Onkel eine Nachricht vom Vater...
Mit einer anrührenden Geschichte erzählt Abouna vom Alltag im Tschad, einem der ärmsten Länder der Erde, von seinem weiten Horizonten, von der Sehnsucht nach dem Meer, von Glück und Trauer, vom Leben ohne Vater, von einer sehr kurzen Kindheit und von der innigen Beziehung zweier Geschwister.
Regisseur Mahamet Saleh Haroun gilt seit Bye Bye Africa (1999) als einer der großen Erneuerer des afrikanischen Kinos. Der Ausgangspunkt der Handlung ist ein weitverbreitetes Phänomen im Tschad: daß Männer ihre Familien plötzlich spurlos verlassen, meist um irgendwo im Ausland Arbeit zu suchen. Im Film stehen die Gefühle der Zurückgebliebenen im Mittelpunkt. Zum künstlerischen Erfolg des Filmes tragen das Spiel der beiden jungen Hauptdarsteller ebenso bei wie die Farbgestaltung, bei der Regisseur und Kameramann eng mit dem Maler und Kalligraphen Kader Badaouni zusammenarbeiteten. Trotz der Härte aller Schicksalsschläge für die beiden Brüder ist Abouna ein Augen- und Ohrenschmaus, er erzählt sensibel und genau, trifft Zwischentöne, gibt nicht zuviele Antworten, gerät nebenbei zum African Road Movie bis hinauf nach Tanger, ans Meer und behält seine unprätentiöse Leichtigkeit - nicht zuletzt dank des wundervollen Soundtracks von Ali Farka Touré. (Dialoge: Arabisch und Französisch)

Lief zuletzt im Juli 2004