Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 heute morgen 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Ausgerechnet Bulgarien Ausgerechnet Bulgarien
  • Fr 22.02. 19:30
    die naTo
  • So 24.02. 14:00
    die naTo
  • Mo 25.02. 20:00
    die naTo
  • Di 26.02. 18:00
    die naTo

Ausgerechnet BulgarienAngelika Schrobsdorff und ihre Familie

Leipzig-Premiere

BRD 2007, OmU, Dok, 94 min, Regie: Christo Bakalski
mit Angelika Schrobsdorff

Einen ganz eigenen, sehr persönlichen Blick auf die 1927 in Freiburg geborene Schriftstellerin Angelika Schrobsdorff wirft Christo Baklaski in seiner Dokumentation. Es ist weder ihr literarisches Werk - etwa der erste Roman "Herren", der 1961 wegen seiner Freizügigkeit für Skandale sorgte - noch ihr schillerndes Liebesleben, zum Beispiel die Beziehung zum dritten Ehemann Claude Lanzmann, die Bakalski interessieren. Vielmehr will er wissen, wie es Schrobsdorff, die Tochter einer assimilierten Jüdin, auf der Flucht vor den Nazis im Jahre 1938 von Berlin "ausgerechnet nach Bulgarien" verschlug.
Der Filmemacher setzt ausschließlich auf selbst gedrehtes Material, ausgedehnte Gesprächssituationen mit seiner Protagonistin, mit der er an jenen Ort zurückkehrt, wo diese einen Großteil ihrer Jugend verbracht hat. Während dieser Interviews erweist sich Angelika Schrobsdorff als erstaunlich rüstige, extrem vitale, noch immer attraktive und ziemlich resolute 80-Jährige, die genau weiß, was sie will. Baklaski nah dran an seiner Hauptfigur, vermeidet allerdings - und das ist offensichtlich, denn seine Fragen sind aus dem Off zu hören - Themen, die Konflikte bergen. So erlebt man Schrobsdorff beim Besuch ihrer bulgarischen Verwandtschaft sowie beim Verrichten alltäglicher Dinge. Erfahrbar ist hier, welche Rolle das Land Bulgarien im rastlosen Leben der weit gereisten Literatin spielt, und welch faszinierende Aura Schrobsdorff auch heute noch besitzt. Und darin liegen fraglos zahlreiche Antworten. Auch auf nicht gestellte Fragen...
Christo Bakalski, 1953 in Sofia geboren, war nach einem Germanistikstudium bis 1989 Produzent und arbeitete als freier Übersetzer, Fotograf sowie bei der Berlinale. 1990 gründete er seine Firma Filmcontact Berlin. 1998 wurde er zum Institutsleiter des Bulgarischen Kulturinstituts in Berlin berufen.
Am 22.2. sind Regisseur Christo Baklaski sowie Angelika Schrobsdorff persönlich anwesend, Gespräch im Anschluß an die Vorführung.

Lief zuletzt im Februar 2008