Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage
  • Do 14.02. 22:00
    die naTo
  • Fr 15.02. 22:00
    die naTo
  • Sa 16.02. 18:00
    die naTo
  • Sa 16.02. 22:00
    die naTo
  • Mo 18.02. 20:00
    die naTo

Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage4 luni, 3 saptamini si 2 zile

Rumänien 2007, OmU, 113 min, Regie: Cristian Mungiu
mit Anamaria Marinca, Laura Vasiliu, Vlad Ivanov

Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage ist es her, dass sich Gâbita einem Mann hingegeben hat ohne zu verhüten. Gemeinsam mit ihrer Freundin Otilia teilt sie sich ein viel zu kleines Zimmer in einem trostlosen und maroden Studentenwohnheim, wo Kommilitonen mit Schwarzmarktgeschäften versuchen, über die Runden zu kommen. Was die beiden jungen Frauen jedoch vor ein viel größeres Problem stellt, ist das vom Regime verordnete Abtreibungsverbot: Wer nach dem vierten Monat die Schwangerschaft abbricht, gilt vor dem Gesetz als Mörderin. Dennoch gehen Gâbita und Otilia das Wagnis ein und treffen sich in einem Hotelzimmer mit dem zwielichtigen Mr. Bebe, der die Abtreibung durchführen soll.
Christian Mungius Film ist weder eine Analyse des kommunistischen Rumäniens, noch eine explizite Kritik an der Ceausescu-Diktatur. Stattdessen konzentriert sich das Drama auf die Tour de Force der jungen Otilia, die in einer Nacht zahllose Prüfungen durchstehen muss, um ihrer Freundin Gâbita zu helfen.
Inszeniert in größtmöglicher Intimität und mit der Handkamera gefilmt, ist der Film so nah an seinen Figuren, dass man die Beklemmung und die Angst selber zu spüren bekommt. Dabei komt Mungiu ohne falsches Pathos, platte moralische Schuldzuweisungen oder hysterische Überspitzungen aus. Ein Film, der einen verstört und aufgewühlt entlässt, der von großer emotionaler und erzählerischer Kraft zeugt.

Lief zuletzt im Februar 2008