Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Madonnen Madonnen
  • 13.12.2007
    die naTo
  • 14.12.2007
    die naTo
  • 16.12.2007
    die naTo
  • 17.12.2007
    die naTo
  • Mi 19.12. 20:00
    die naTo
  • Do 20.12. 20:00
    die naTo
  • Sa 22.12. 20:00
    die naTo
  • So 23.12. 20:00
    die naTo
  • Mi 26.12. 20:00
    die naTo
  • Do 27.12. 22:00
    die naTo
  • Fr 28.12. 22:00
    die naTo
  • Sa 29.12. 22:00
    die naTo
  • So 30.12. 22:00
    die naTo
  • 2.01.2008
    die naTo

MadonnenLeipzig-Premiere in der naTo

Leipzig-Premiere

Belgien/BRD/Schweiz 2007, OmU, 120 min, Regie: Maria Speth
mit Judith Engel, Ulrike Krumbiegel u.a.

Rita ist mit ihrem Säugling nach Belgien geflohen, weil in Deutschland - unter anderem wegen Dieb­stahls - nach ihr gefahndet wird. Sie sucht ihren leiblichen Vater, den sie zuvor nie kennen gelernt hat, findet ihn als einen verheirateten Mann mit Familie und ist dort alles andere als willkommen. Schließlich wird sie von der belgischen Polizei verhaftet und nach Deutschland abgeschoben. Dort verbüßt sie eine längere Gefängnisstrafe.
Die anderen vier Kinder Ritas leben in dieser Zeit bei Ritas Mutter Isabella, die ein Restaurant betreibt und wenig Zeit für ihre Enkel hat. Fanny, die Älteste, muss die Verantwortung für ihre Geschwister übernehmen. Gegen den Willen ihrer Mutter, holt Rita - gerade aus dem Gefängnis entlassen - ihre Kinder wieder zu sich. Mit Unterstützung des in Deutschland stationierten US-Soldaten Marc, entwickelt sich fast so etwas wie normales Familienle­ben. Doch Rita traut Marcs Gefühlen nicht, passen sie doch nicht in das Mus­ter ihrer Erfahrungen. Sie nimmt ihr früheres Leben wieder auf - pflegt Kontakte zu anderen Männern und begeht kleine Diebstähle mit einer Freundin. Als Marc zurück in die USA versetzt werden soll, geraten für Rita die Dinge aus dem Gleichgewicht.
Der Film entfaltet Schicht für Schicht das Porträt einer Frau, die behauptet, dass ihre Mutter nie eine Mutter für sie war. Die dann aber selbst Kind auf Kind zur Welt bringt, diese ihrer eigenen Mutter unterschiebt und diese so in eine Rolle zwingt, die sie ihr selbst verweigert hat. So reflektieren sich in Ritas Geschichte die Schicksale der vorangegangenen und folgenden Generation. Und man fragt sich, ob Ritas älteste Tochter auch irgendwann sagen wird: "Für mich war sie nie eine Mutter".
Regisseurin Maria Speth, Jahrgang 1967, über ihren Film: "Jeder scheint zu wissen, was eine Mutter darf und was nicht. Und die Verletzung dieser Rollenerwartungen wird mit massiven moralischen Sanktionen belegt. Im Gegensatz zu den Rollenverletzungen der Väter..."

mit Constantin von Jascheroff, Josef Hader, Judith Engel, Luise Berndt, Susanne Lothar, Sven Lehmann, Ulrike Krumbiegel

Madonnen

Lief zuletzt im Januar 2008