Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 heute morgen 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 11.06.2002
    die naTo
  • 12.06.2002
    die naTo

A Swedish Love StoryEn Kärlekshistoria

Roy Andersson Special

Schweden 1969, OmeU, 115 min, Regie: Roy Andersson
mit Ann-Sofie Kylin, Rolf Sohlman

1968, Sommer in Schweden. Der Vater von Per zahlt den Mitarbeitern seiner Garage das Wochengehalt aus. Man freut sich auf das nahe Weekend. Für die Familie von Per steht ein Besuch des Grossvaters im Spital an, wo er Annika trifft... In neorealistischem Licht fängt Roy Andersson das Spiel der Annäherung zwischen den beiden Teenagern ein. Ihre aufblühende Leidenschaft konfrontiert er mit den angestauten, klassengeprägten Frustrationen der Erwachsenen.
Wer hatte vor Cannes 2000 schon vom Schweden Andersson gehört? Einzig Lars von Trier fürchtete SONGS FROM THE SECOND FLOOR als ernst zu nehmenden Konkurrenten um den Hauptpreis. Die Goldene Palme ging zwar damals an Trier (Dancer in the Dark), SONGS erhielt jedoch den Jury-Spezialpreis, und der Name des Regisseurs war in aller Munde.
Seit Ende Mai plazierte nun ein deutscher Verleih diesen neuesten Andersson auch im Leipziger Spielplan. Für die naTo Grund genug, zwei Frühwerke des Meisters anzubieten, die sein übersichtliches, aber cineastisch delikates Langfilm-Oevre abrunden, das von Anbeginn auf eigenwillige Art um die Chance (bzw. Chancenlosigkeit) des Glücks inmitten der Absurdität bürgerlicher Zivilisation kreist. Die Filmkarriere des 1943 geborenen und in einer Arbeiterfamilie aufgewachsenen Andersson begann Ende der 60er. Mit 24 trat er - nach abgeschlossenem Literatur-Studium - die Ausbildung in der neu gegründeten Filmhochschule in Stockholm an. In den folgenden drei Jahren drehte Andersson seine ersten Kurzfilme, einen in Cannes prämierten Werbespot sowie seinen zauberhaften ersten Langfilm. A SWEDISH LOVE STORY wurde zum Publikums- und Kritikererfolg und erhielt u.a. den Goldenen Berlinale-Bären. Schon dieser Streifen verrät Anderssons Gabe als feinfühliger und kauziger Beobachter. Leider verschwand er dann aufgrund ungelöster Rechtsprobleme für lange Zeit in den Archiven.Vielleicht eine der schönsten Liebesgeschichten der Filmgeschichte überhaupt?

Lief zuletzt im Juni 2002