Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 2.10.2003
    die naTo
  • 3.10.2003
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  • 4.10.2003
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  • 5.10.2003
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  • 6.10.2003
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  • 7.10.2003
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  • 8.10.2003
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Der SohnLe fils

Leipzig-Premiere

Belgien/Frankreich 2002, OmU, 104 min, Regie: Luc&Jean-Pierre Dardenne
mit Isabella Soupart, Morgan Marinne, Olivier Gourmet

Der introvertierte Tischlermeister Olivier ist Lehrmeister in einer Schreinerwerkstatt für schwierige Jugendliche. Ein Junge, der sich um eine Lehrstelle bewirbt, scheint seine besondere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wer ist dieser 16jährige Francis, auf den Olivier so merkwürdig reagiert? Nach einer emotional aufgeladenen Begegnung zwischen Olivier und seiner geschiedenen Frau Magali wird langsam klar, welch schicksalshafte Herausforderung Olivier zu bewältigen hat: Francis hatte vor fünf Jahren Oliviers und Magalis kleinen Sohn in Panik erwürgt, als dieser ihn beim Diebstahl eines Autoradios störte. Nun steht der auf Bewährung aus dem Jugendgefängnis entlassene Francis als Lehrling vor ihm. Und Olivier nimmt ihn in die Werkstatt auf, schafft sogar ein besonderes Vertrauensverhältnis zu dem Jungen. Warum? Er kann es sich selbst kaum erklären. Francis seinerseits ahnt nicht, wer sein Lehrmeister ist. Doch bei einer gemeinsamen Fahrt in ein entfernt liegendes Holzlager kommt es zur Konfrontation...
Nach ROSETTA haben die Brüder Dardenne mit DER SOHN ihr Kino eines kühnen, modernen Sozialrealismus fortgeführt. Den entgleisenden Alltag, die innere Verkrampfung Oliviers inszenieren sie anfangs mit körpernaher, bewegter Handkamera, lassen allerdings den Figuren die Unberührtheit, den Gesichtern ihr Rätsel. Die ungeheure psychologische Spannung wird dadurch noch gesteigert. Wird der Vater die Kraft finden, dem arglosen jugendlichen Mörder seines Sohnes zu vergeben? "Wenige Filme haben in ihrer stillen Bescheidenheit solche Wucht" (Neue Zürcher Zeitung). In Cannes wurde der überragende Olivier Gourmet in der Hauptrolle mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet.

Lief zuletzt im Oktober 2003