Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 heute morgen 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

ostPUNK! - too much future ostPUNK! - too much future
  • Do 23.08. 20:00
    die naTo
  • Do 23.08. 22:00
    die naTo
  • Fr 24.08. 20:00
    die naTo
  • Fr 24.08. 22:00
    die naTo
  • So 26.08. 20:00
    die naTo
  • So 26.08. 22:00
    die naTo
  • Mo 27.08. 20:00
    die naTo
  • Mo 27.08. 22:00
    die naTo
  • Di 28.08. 22:00
    die naTo
  • Do 30.08. 22:00
    die naTo
  • Fr 31.08. 22:00
    die naTo
  • 1.09.2007
    die naTo
  • 3.09.2007
    die naTo
  • 4.09.2007
    die naTo
  • 5.09.2007
    die naTo

ostPUNK! - too much future

Leipzig-Premiere

BRD 2006, 93 min, Regie: Carsten Fiebeler, Michael Boehlke
mit Bernd Stracke, Colonel, Cornelia Schleime, Daniel Kaiser, Mike Göde, Mita Schamal

Vor 30 Jahren malträtierten in England die ersten Punks ihre Gitarren und faßten ihr Lebensgefühl mit "no future" zusammen. Im Osten kam der Punk zehn Jahre später an, und das Problem derer, die sich ihm anschlossen, lag eher in einem "too much future". Ansonsten entwickelte sich der Ostpunk - zumindest äußerlich - ähnlich: Wilde Musik nach dem Motto "Jeder, der kann, darf. Wer nicht kann, darf auch." Zerschlissene Lederjacken, aufgestellte Haare (zumindest, solange es nicht regnete), Doc Martens (von Oma aus dem Westen besorgt), Hippies doof finden, Pogen, Abhängen, seine Jugend verschwenden (DAF).
Und doch war der Ostpunk anders. Carsten Fiebelers Film porträtiert ihn als eine Bewegung, die "einsam hochgekommen und einsam gestorben ist". Die kluge, teils rhythmische Montage aus Erinnerungen der Protagonisten von damals, Archivmaterial (darunter Ausschnitte aus Klassikern einer Super-8-Avantgarde) und Musik gerät nicht in die Nähe von "Weißt-Du-Noch"-Nostalgie und pittoreskem DDR-Gekitsche. Sie erzählt von Menschen, die verzweifelt darum kämpften "Eigenwesen" sein zu dürfen, ohne dafür kriminalisiert zu werden. Dabei klammert er Widersprüche innerhalb der Szene, so zwischen Akademikern ("Zwitschermaschine") und "Schlachthofarbeitern" ("Betonromantik", "Schleimkeim") oder Berlinern und den Leipziger "Messestadtpunks" ("Wutanfall") keineswegs aus. Er zeigt, wie aus einer Attitüde der Ablehnung ein politisches und künstlerisches Programm wurde. Welch existenzieller Preis vom einzelnen dafür zu zahlen war. Spannend.

Weitere Informationen zu ostPUNK! - too much future

Lief zuletzt im September 2007