Cinémathèque Leipzig - Archiv

<< Dezember 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 heute morgen 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 >>
ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Montag kommen die Fenster Montag kommen die Fenster
  • 4.01.2007
    die naTo
  • 5.01.2007
    die naTo
  • 7.01.2007
    die naTo
  • 8.01.2007
    die naTo
  • 9.01.2007
    die naTo
  • 10.01.2007
    die naTo
  • 11.01.2007
    die naTo
  • Sa 13.01. 22:00
    die naTo
  • So 14.01. 22:00
    die naTo
  • Mo 15.01. 22:00
    die naTo
  • Di 16.01. 22:00
    die naTo
  • Mi 17.01. 22:00
    die naTo

Montag kommen die Fenster

Leipzig-Premiere

BRD 2006, 88 min, Regie: Ulrich Köhler
mit Isabelle Menke, Hans-Jochen Wagner, Ilie Nastase, Trystan Wyn Pütter

Ein junges Paar zieht von Berlin nach Kassel. Sie haben in der nordhessischen Stadt ein altes Haus geerbt. Um genug Zeit für die Renovierung zu haben, nimmt sich Ärztin Nina Urlaub. Gatte Frieder hat sich vor kurzem eine Auszeit vom Beruf genommen und dient Nina und Tochter Charlotte als Hausmann. Das Anwesen liegt in der sauberen Wohnsiedlung Wilhelmshöhe. Für die Familie ein idealer Ort, um sich von dem hektischen Hauptstadttreiben zu erholen. Alles scheint perfekt zu laufen. Nina hat Spaß an ihrem Beruf, ihre Tochter ist wohlgeraten und das eheliche Sexleben ist ausgefüllt. Mitten in der oberflächlichen Harmonie verschwindet Nina unvermittelt - ein Ausreißversuch. Auf ihrer Odyssee irrt sie orientierungslos im Land umher, stets auf der Flucht vor der Banalität des Alltags. In einem Hotel im Mittelgebirge trifft sie schließlich auf einen Schicksalsgenossen. Von dem Marburger Regisseur Köhler stammt auch das Drehbuch zu "Montag kommen die Fenster". Nach seinem Kritikererfolg BUNGALOW (2002) inszeniert er erneut eine Flucht vor Konventionen. Die elende Banalität des Erträglichen wird durch lange, fast schwebend leichte Bilder von Kameramann Patrick Orth veranschaulicht. Das Drama handelt von der Aufkündigung der Verantwortung. Die Odyssee Ninas wird von Köhler als surrealer Traum dargestellt. Materielle Zufriedenheit dient als Stillstandsmetapher, die Beschreibungen der Stimmungen kommen ohne Dialoge aus. Das pessimistische Werk bietet keine Lösungen, sondern bildet seine eigene Realität ab.
Lakonisch, bitter, leise, selbstironisch, selbstzerstörerisch? Die spannendere Variante vom Neuen Deutschen Kino jedenfalls.

Lief zuletzt im Januar 2007