Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Oberhausen on tour 2007 (1) Oberhausen on tour 2007 (1)
  • 12.02.2007
    die naTo

Oberhausen on tour 2007 (1)Best of German Competition

Oberhausen On Tour

BRD 2006, 77 min, Regie: Kurzfilmprogramm

Zur Aufführung kommen:

Benidorm_Carolin Schmitz_Germany 2006_Beta_Colour_eng+fre+spaOV engST_19'
Hallelujah!_Jochen Hick_Germany 2006_Beta_Colour_gerOV engST_5'
Kein Platz für Gerold (No Place For Gerold)_Daniel Nocke_Germany 2006_Beta_Colour_gerOV engST_5'
o.T. (Untitled)_Anna Berger_Germany 2005_Beta_Colour_gerOV engST_12'
Motodrom (Motodrome)_Jörg Wagner_Germany 2006_Beta_b/w_no text_9'
Tango Apasionado_Jan Krüger_Germany 2006_Beta_Colour_gerOV engST_13'
Verena Verona_Lola Randl_Germany 2005_Beta_Colour_gerOV engST_14'

Die deutsche Kurzfilmproduktion ist derzeit bei den dokumentarischen Formen besonders stark. Dieses Programm versammelt Highlights des Genres aus dem Deutschen Wettbewerb 2006, ergänzt um zwei narrative Arbeiten, die auch schon auf anderen renommierten Festivals erfolgreich waren.
Der Name Benidorm steht für Pauschaltourismus, Sonne und eine zubetonierte Küste. Carollin Schmitz' Portrait des Retnerparadieses und seiner Urlauber ist ein Film über Alter, Würde und Vergänglichkeit. Hallelujah! Der Papst kommt, aber erst in ein paar Stunden! Jochen Hick plaziert seine Kamera mitten unter den wartenden Pilgern des Kölner Weltjugendtages und hält die Fangesänge der hetero- und homosexuellen Christen ganz direkt und schnörkellos fest. Einen dokumentarischen Abgesang auf eine einstige Jahrmarktsattraktion hat Jörg Wagner mit Motodrom inszeniert. Der Höllenkessel der Steilwandfahrer: Männer und Maschinen, Todesgefahr und Nervenkitzel. Eine klassische Hommage in SchwarzWeiss mit 5000 Umdrehungen pro Minute.
In Kein Platz für Gerold erleben wir eine tierische Gemeinschaft bei der Aussprache, als Animation. Das Krokodil Gerold soll aus der WG geworfen werden. Hat die neue Mitbewohnerin, das Gnu Ellen, ihre Finger im Spiel? Ob Intrige oder nicht - die wilde Zeit von früher ist nur noch Erinnerung. Auch die Liebesbeziehung zweier Männer in Tango Apasionado ist bereits Vergangenheit. Im Kurzspielfilm von Jan Krüger scheint ihre gemeinsame Vergangenheit noch mal auf, ihre Sehnsüchte, ihre Zweifel. In dieser Auftragsarbeit für das Filmfestival Rotterdam zu Ehren Michael Hanekes bleibt alles vage, die Machtverhältnisse ändern sich minütlich. In Verena Verona begleitet Lola Randl zwei junge Münchnerinnen mit Erlebnishunger in ihren italienischen Urlaubsort. Aber die Saison ist vorbei und nirgends ist etwas los. Bis eine Schulklasse aus Serbien zu ihnen ins Hotel zieht. Es beginnt ein nicht ungefährliches Spiel, die Kamera ist immer ganz nah. Trotz ernstem Anlaß präsentiert Anna Berger in ihrem kurzen Essay o.T. ihre Erfahrungen mit diversen Psychotherapien äußerst humorvoll und surreal. "Quatschen hilft. Lachen auch." Sie mischt dabei Spielfilm, Dokument, Animation und Experiment so überzeugend, daß sie von der Jury mit dem 3sat-Förderpreis ausgezeichnet wurde.

Lief zuletzt im Februar 2007