Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

Frühling für Hitler - The Producers Frühling für Hitler - The Producers
  • So 19.11. 16:00
    die naTo

Frühling für Hitler - The Producers

15 Jahre Cinémathèque Leipzig - Filme zum Fest

USA 1968, dtF, 88 min, Regie: Mel Brooks
mit Zero Mostel, Gene Wilder, Kenneth Mars, Estelle Winwood

Zunächst massenhaft Geld bei Investoren einsammeln, dann mit minimalen Kosten ein todsicher zum Scheitern verurteiltes Theaterstück auf die Bühne bringen, sich mit dem Differenzbetrag nach Brasilien absetzen und die Geldgeber leer ausgehen lassen: Mit diesem nicht ganz legalen Plan versuchen der mittlerweile notorisch erfolglose Broadway-Produzent Max Bialystock (Zero Mostel) und der windige Buchprüfer Leo Bloom (Gene Wilder) zu Geld zu kommen. Nachdem mit dem durchgeknallten Drehbuchautor und Altnazi Franz Liebkind, dem als Regisseur völlig überforderten Roger De Bris und dem Hippie und Möchtegernmimen Lorenzo St. DuBois (dessen Initialen L.S.D. kommen nicht von ungefähr) das notwendige Personal gefunden worden ist, scheinen die Voraussetzungen für einen Flop optimal erfüllt zu sein. Doch dann kommt alles anders als vorgesehen. Die als Rechtfertigung des Nazi-Diktators gedachte Musikrevue "Frühling für Hitler" erweist sich als ausgesprochener Erfolg...
NebenSEIN ODER NICHTSEIN und DER GROSSE DIKTATOR gilt THE PRODUCERS heute als einer der gelungensten Versuche, sich in komödiantischer Weise mit dem deutschen Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Anders als der Lubitsch-Film von 1942 oder Chaplins Hitlerparodie von 1940 hat Mel Brooks sich dieses Themas jedoch in einer derb-überdrehten Form angenommen. Dass dieser Film in der deutschsprachigen Fassung erst im Jahr 1976 - also mit acht Jahren Verspätung - zu sehen war, könnte an Gene Wilders und Zero Mostels hemmungslosem Schmierentheater und an der Flopinszenierung selbst (sie ist geradezu die Definition von Kitsch: die Titelnummer "Springtime for Hitler" besteht quasi nur aus Titten, Brezeln und Bierkrügen) liegen. Hat den Deutschen wohl nicht geschmeckt.

Lief zuletzt im November 2006