Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 13.05.2004
    die naTo

Das Jahr des TeufelsRok dabla

Novinky - Tschechische Filmtage 04

Deutschland/Tschechien 2002, OmU, 88 min, Regie: Petr Zelenka
mit Cechomor, Jan Prent, Jaromir Nohavica, Karel Plihal

Petr Zelenka, nun 37 Jahre alt, gehört zweifellos zu den eigenwilligsten Regisseuren in Osteuropa, in Tschechien sowieso. Sein „Mockumentary" - sprich sein gefälschter Dokfilm - ROK DABLA - YEAR OF THE DEVIL, gedreht in fünf Sprachen - Tschechisch, Englisch, Spanisch, Niederländisch, Chinesisch - gewann 2002 immerhin den Hauptpreis von Karlovy Vary und war in jenem Jahr der erfolgreichste tschechische Film überhaupt. Respektlos, lakonisch, subversiv, romantisch - ein „Musikfilm der anderen Art", ein Film „aus dem Land der Stille und des Alkohols"... auf alle Fälle ein fröhliches, auch melancholisches Versteckspiel, das z.B. dem Publikum des Cottbusser Festivals des Osteuropäischen Films großen Spaß gemacht hat, doch leider bis dato keinen deutschen Kinoverleih finden konnte.
In einer Reha-Klinik trifft der holländische „Dokfilmer" Jan Holman den Popstar Jaromir Nohavica - eine Art tschechischer Bob Dylan. Dieser - völlig ausgebrannt - kriegt nicht mal mehr seine eigenen Liedtexte zusammen und will deshalb endlich das Trinken lassen. Als ihn sein alter Kumpel Karel Plihal besucht, fühlt der sich in der Klinik so zuhause, daß man ihn hinauswerfen muß...
Den Barden Nohavica gibt es wirklich, ebenso die Folkrockband Cechomor, beide sind - real - 1991 ein einziges Mal gemiensam getourt. Ansonsten ist die Story um nicht ganz anonyme Alkoholiker, gefallene oder schwebende Engel und auferstandene Tote frei erfunden. Doch ihr Soundtrack führte wochenlang die tschechischen Charts an.
(Zur Aufführung kommt eine DVD mit deutschen Untertiteln.)

Lief zuletzt im Mai 2004