Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • Mo 23.01. 22:00
    die naTo
  • Di 24.01. 22:00
    die naTo
  • Mi 25.01. 22:00
    die naTo
  • Do 26.01. 22:00
    die naTo
  • So 29.01. 22:00
    die naTo
  • Mo 30.01. 22:00
    die naTo
  • Di 31.01. 22:00
    die naTo
  • 1.02.2006
    die naTo

Shouf shouf habibi!

Niederlande 2003, OmU, 89 min, Regie: Albert ter Heerdt
mit Mimoun Oaïssa, Najib Amhali, Touriya Haoud

Durch den Mord an Theo Van Gogh erhielt diese Migranten-Dramödie über gnadenlose Vorurteile (ein Überraschungserfolg 2004 in den Niederlanden) zusätzliche Brisanz. Sie rast respektlos durch die Kulturen und verteilt als groteske Sozialkomödie Hiebe nach allen Seiten. Aus der Perspektive des jungen Marokkaner Abdoullah werden die Paradoxien des Lebens zwischen den Kulturen deutlich: Ab träumt mit seinen Kumpeln vom besseren Leben als Schauspieler unter Steven Spielbergs Regie oder wenigstens von einen Mädchen, das "geil wie J-Lo, aber Jungfrau" sein muss und scheitert garantiert immer, selbst wenn sie nur einen Container plündern wollen (er ist natürlich leer) oder ihren Rififi-Bankeinbruch gründlich vermasseln.



In vier Kapiteln, den Phasen des Mondes folgend, kommentiert Ab das Leben der marokkanischen Community im fremden Land Holland. Er denkt westlich, pfeift auf Integration und nimmt doch den Job an, den ihm Bruder Sam, der immerhin Polizist geworden ist, vermittelt. Die Familie zerbricht, als Schwester Leila vor den strengen Traditionen aus dem Haus flüchtet, Ab es weder in der Bank noch in Vaters Metzgerladen aushält und vom Vater Geld erhält, um im heimatlichen Dorfin Marokko eine Braut zu suchen. Abs Hochzeit wird zum Debakel, der Vater stirbt, und im Finale vermischen sich noch ein Mal virtuos Abs Träume und Albträume.

Die Paradoxien und menschlichen Unzulänglichkeiten machen den Film zum Paradebeispiel eines lupenreinen Unterhaltungsfilms, der seinen unbestechlichen Sozialblick selbstironisch auffängt.

Lief zuletzt im Februar 2006