Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • 13.10.2005
    die naTo
  • 14.10.2005
    die naTo

Seit Otar fort ist...Since Otar left

Georgische Reihe

Frankreich 2003, OmU, 98 min, Regie: Julie Bertucelli
mit Dinara Drouk, Esther Gorintin, Nino Khomassouridze

Während der Georgier (und studierte Mediziner) Otar in Paris als illegaler Einwanderer auf einer Baustelle schuftet, schlagen sich seine Mutter Eka, seine Schwester Marina und deren Tochter Ada mühsam im postsozialistischen Chaos der heimatlichen Hauptstadt Tiflis durch, in einem alten, herrlich verkramten Haus. Otar ist hier unsichtbar und doch allgegenwärtig, wie ein Geist. Seine regelmäßigen Briefe sind Lichtblicke in Ekas Greisinnenalltag und nähren Adas Sehnsucht nach einem Neuanfang in der Fremde. Nur Marina sind sie ein Dorn im Fleisch, liegt sie doch mit ihrem Bruder im Dauerclinch, weil die Mutter ihn vergöttert, weil sie nun trotz guter Ausbildung auf dem Flohmarkt die letzten Werte verramschen muß.
Als die beiden jüngeren Frauen erfahren, dass Otar gestorben ist, halten sie die traurige Nachricht vor der alten Eka geheim. Sie fälschen Otars Briefe und dichten ihm ein neues Leben an. Das geht solange gut, bis Eka beschließt, nach Paris zu reisen, um ihren Lieblingssohn noch einmal zu sehen.
In ihrem ersten Spielfilm zeichnet die Dokumentaristin Julie Bertucelli ein präzises und liebevolles Porträt dreier georgischer Frauen aus verschiedenen Generationen. Und sie setzt einer faszinierenden Stadt im Umbruch ein Denkmal. Intelligente, sehnsuchtsvolle, großartig besetzte Tragikomödie.

Lief zuletzt im Oktober 2005