Cinémathèque Leipzig - Archiv

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Das Archiv

zeigt alle Filme an, die seit 1998 im Programm der Cinémathèque Leipzig (vormals AG Kommunales Kino) zu sehen waren.

Möglich ist die Suche nach Film- oder Reihentitel.

Rechercheanfragen können uns gern auch per Email erreichen.

Wir bitten um Beachtung des Umstands, dass wir die gelisteten Filme nicht im Besitz haben und demzufolge auch nicht verleihen können.

 

 

  • Di 25.12. 22:00
    die naTo
  • Mi 26.12. 22:00
    die naTo

Blood Feast

USA 1963, OF, 67 min, Regie: Hershel Gordon Lewis
mit Connie Mason, Mal Arnhold, Thomas Wood

Ein ägyptischer Feinkosthändler schlachtet in Florida Frauen ab um mit ihren Körperteilen eine antike Göttin zum Leben zu erwecken.
Das ist er! Der Film, der das Splattergenre begründet hat: Für ca. 20.000 Dollar drehte Lewis in weniger als einer Woche einen Film, der alles weit in den Schatten stellte, was bis dato auf der Kinoleinwand gewagt worden war. Die Kamera schwenkte nicht in letzter Sekunde weg, sondern hielt voll drauf. Die Spezialeffekte waren krude, aber glaubwürdig. Das Blut floss in Strömen...
Lewis' Einfluss auf den modernen Horrorfilm ist nicht mehr wegzudenken.

Ein verrückter ägyptischer Delikatessen- händler, der in Florida lebt, versucht "seine" Gottheit, deren Mumie er in seinem Keller verborgen hält, durch Menschenopfer zum Leben zu erwecken. Er begeht etliche Morde an jungen Frauen, denen er Leichenteile entwendet. Bei seinen letzten Mordversuch stirbt er einen grausamen Tod in einem Müllzerkleinerungswagen.
Dieser Film stellt die Geburt des modernen Splatterfilms dar. Trotz seiner aus heutiger Sicht ungenügenden technischen und schauspielerischen Qualitäten hinterläßt er auch jetzt noch beim Zuschauer einen nachhaltigen Eindruck, der durch die äußerst realistisch in Szene gesetzten Verstümmelungssequenzen hervorgerufen wird. Hierbei bleibt die Kameraführung starr, wobei die Grausamkeit der Szenen in unfreiwillig komischen Widerspruch zu dem in der Art des Orffschen Schulwerks dargebotenem Soundtracks tritt. Zudem ist der Film schnitttechnisch wie die Wetterkarte montiert. Mit Blood Feast begründet Lewis seinen Ruf als Hard-Core-Horror-Spezilaist."
Frank Trebbin

Immer wieder erschüttern Morde eine Stadt und bringen den Medien eine Schlagzeile nach der anderen ein. Der Mörder ist ein irrer Delikatessen-Händler, dessen Morde nur zu einem Zweck sind. Er zerstückelt seine weiblichen Opfer und bringt einer alten mumifizierten Gottheit die Körperteile dar. Dies soll der Gottheit helfen am Leben zu bleiben. Durch einen blöden Unfall bei einem seiner Mordversuche wird er leider auch mit von der Bildfläche geputzt.
MEINUNG:
Blood Feast, die Geburt des Splatters. Durch diesen Streifen wurde die Filmgeschichte neu geschrieben. Die Amtosphäre ist sehr dicht und Spannung sowie Gore sind sehr gut aufeinander abgestimmt. Natürlich erscheinen die starren Kamera-Einstellungen und diverse Special-Effects heute lächerlich, doch damals bekam der Zuschauer den Horror voll zu spüren.
Nichtsdestotrotz ist Blood Feast auch heutzutage noch ein sehr guter Genre-Beitrag und machte Herschell Gordon Lewis zum "Master of Splatter".
Der Film ist lohnenswert für Einsteiger des Genres wie auch für hartgesottene Gorehounds, da es, abgesehen vom Kult, inhaltlich auch einiges zu sehen gibt.
Herschell Gordon Lewis wurde damals zum Hardcore-Horror-Spezialist erklärt, da er eine sehr grausame Kunst der Darstellung zeigte und immer voll draufhielt, wenn es um harte Szenen ging.
Diese Erkenntnis führte dazu, daß auch heute noch viele seiner Filme keinen deutschen Vertrieb gefunden haben, da man diese für zu brutal und nicht unterhaltungsfähig abgetan hatte.


"The infamous first gore film. If you can stand the sight of guts, it´s hilarious. The acting is terrible. If the actors were as good as the effects, it would be nearly impossible to watch." PSYCHOTRONIC ENCYCLOPEDIA OF FILM

Unser Beitrag zur "fröhlichen Weihnacht" ...

Links:
http://www.phillyburbs.com/halloween2001/hgl/ (engl.)
http://www.stomptokyo.com/badmoviereport/bloodfeast.html (engl.)
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Lief zuletzt im Dezember 2001